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...Bestimmt nicht viel. Insbesondere in den ersten paar Monaten, Katzen hassen nämlich schrille hohe Töne wie das Babygeschrei, ähnelt es doch zu sehr dem Streitgeschrei von kämpfenden Katern. Leider findet man in der Literatur sehr wenig Hinweise über die Problematik, die häufig entsteht, wenn ein Baby ins Haus kommt. Wir möchten an dieser Stelle Aufklärungsarbeit leisten, denn es ist jungen Katzenbesitzern, sowie der Katze wie auch dem Tierschutz nicht damit geholfen wenn das Problem tot geschwiegen wird. 

Kommt ein Baby ins Haus, beginnen die meisten Katzen mit "Mobbing"... 

Katzen lieben es in Betten zu schlafen und besonders in Babybetten, die meist duftig riechen und immer schön mollig warm und frisch zu sein scheinen. So etwas zieht die meisten Katzen magisch an. Die zukünftigen Eltern schätzen dies natürlich überhaupt nicht und erklären kurzerhand das Kinderzimmer zur Tabuzone für die Katze. Womit meist der Kreislauf seinen Gang nimmt. Katzen schätzen verschlossene Türen überhaupt nicht und fühlen sich ausgegrenzt. Ist das Baby dann da, ist natürlich auch das elterliche Schlafzimmer für die Katze zu meiden, weil auch dort das Baby im elterlichen Bett schläft. Die Katze verliert also auch den nächsten Lieblingsplatz und wird wieder ausgesperrt.

Häufig wurde die Katze als "Kindersatz" angeschafft bzw. man suchte sich extra eine sehr menschenbezogene und verschmuste Katze an, da man gerne seine ganze Freizeit mit seiner Katze verbringen wollte. Wenn nun das Baby auf dem Schoß liegt, dann findet man es lästig wenn sich die Katze auch noch dazwischen zwängen möchte und sie wird weggestoßen. Aus Sicht der Katze hat sich in wenigen Tagen mit dem Baby alles verändert was ihr vorher lieb und teuer war. Die Katze fühlt sich zurecht vernachlässigt und verstoßen. In den meisten Fällen beginnt nun das Protestpinkeln, die einizige Möglichkeit uns zu zeigen was sie von der Veränderung hält.

Protestpinkeln bedeutet, daß die Katze vor unseren Augen immer und immer wieder z.B. in unser Bett oder auf das Sofa uriniert. Wenn dieser Zustand erreicht ist, dann ist es in der Regel mit der Tierliebe aus, zumal man ja auch mit dem Neugeborenen alle Hände voll zu tun hat. Leider ist dieses Verhalten bei Katzen nicht die Ausnahme sondern eher die Regel. Freigängerkatzen können teilweise etwas besser ihren Streß abbauen als Wohnungskatzen. Natürlich kann aufgrund der Wohnsituation nicht jeder seiner Katze Freigang bieten und auch nicht jede Katze ist für Freigang geeignet.

Man kann versuchen ein paar Grundregeln des Zusammenlebens von Baby und Katze zu beachtet, aber meist leidet die Katze sehr, wenn das ganze Interesse, das bisher ihr galt, sich plötzlich auf das Baby konzentriert.

Fast täglich werden wir von ratlosen jungen Eltern angerufen, die unverzüglich ihre Katze aufgrund der Unsauberkeit abgeben wollen. Aufgrund von einer beschränkten Anzahl an Pflegeplätzen können wir nur in einigen wenigen Fällen Unterstützung anbieten. Aus unserer Sicht und aus unserer Erfahrung ist es besser wenn eine Katze zu einem Kind ins Haus kommt und nicht umgekehrt. Junge Leute sollten sich grundsätzlich überlegen, daß man eine Katze für 15 bis 20 Jahre zu sich nimmt und für diesen Zeitraum sollte man auch die Verantwortung für das Tier überdenken. In Vermittlunggesprächen hören wir häufig von jungen Leuten, daß in den nächsten drei bis fünf Jahren das Thema Nachwuchs nicht ansteht, aber das ist leider nicht genug, denn die Katze wird älter und was dann?

Besser ist, wenn die Katze zum Kind kommt...!

 
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